Kfz Versicherungsrecht

Online bei KFZ-Versicherungen sparen


Es ist wieder soweit: Autofahrer, die ihre alten Verträge kündigen wollen, müssen dies bis Ende November erledigen. Viel Geld kann man mit einem Tarifvergleich im Netz sparen.

Meist lohnt sich die Suche nach einer kostengünstigeren Autoversicherung. Der Professor für Marktforschung und Kundenverhalten am Institut für Versicherungswesen der Fachschule in Köln, Horst Müller-Peters, hat festgestellt, dass über die Hälfte der Autofahrer, die im Netz surfen, einen für sie günstigeren Versicherer ausfindig machen.

Bei einer systematischen Studie zu Vergleichsportalen per online fanden 500 Tester heraus, dass die Ersparnis bei 106 bis 142 Euro liegen kann. Der Zeitaufwand ist moderat. Müller-Peters sagt, dass der Zeitaufwand durchschnittlich bei 12,8 Minuten liegt, bis man alle Unterlagen zusammengesucht hat. Genau zur Wechselsaison 2012/13 legt Müller-Peters seine Untersuchung vor. Ihre Verträge können Autofahrer bis 30. November kündigen, wenn sie eine neue Police eingehen wollen. Das heißt, wenn der Anbieter das Datum der Hauptfälligkeit nicht in tückischer Weise vom 01.Januar auf beispielsweise 01.Dezember gelegt hat. Dann ist der Termin für die Kündigung ein Monat eher. Diese Studie erhielt eine Förderung von der HUK-Coburg und das von ihr gegründete Goslar-Institut. Der größte Eigner des Vergleichsportals Transparo ist HUK-Coburg. Dass Müller-Peters eine neutrale und ausgewogene Untersuchung gelungen sei, wurde von Vertretern der Transparo-Konkurrenten bestätigt.

Die jetzt beginnende Wechselsaison wird nach Aussagen von Branchenteilnehmern besonders heftig werden. So erwartet der Vorstand bei Check 24, Björn Weikert, ein sehr reges Geschäft (Vermittlung 2011: 520.000 Verträge und somit Marktführer). Die Versicherer werden ihre Preise erhöhen, sie könnten in Einzelfällen ca. 20% betragen. Zudem werden von der Branche neue Klassen (Typ- und Regional-) eingeführt. Die Kündigungen und Neuabschlüsse werden zahlenmäßig hoch sein. Das in der Studie ermittelte Sparpotenzial hält Weikert für noch weit höher. Er schätzt, dass es bei einem durchschnittlichen Kunden über Euro 200 liegen wird. Ebenso glaubt Jürgen Cramer (Autoversicherung.de) an eine starke Wechselwelle, denn bei 59% der Kraftfahrzeuge wurde die Typklasse verändert und die entsprechenden Preise angepasst.

Auch hier sind Internetvergleichsportale eine große Hilfe. Sie spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Anwendung ist einfach: Nur einmal gibt der Kunde seine Daten ein, daraufhin erhält er von zahlreichen Versicherern deren Angebote. Von 500 Kraftfahrern hat Müller-Peters 1500 Tarifberechnungen erstellen lassen. Darunter befanden sich zwei Portale, die nicht gewerblich waren, fünf Vergleichsportale gewerblicher Art und drei Direktversicherer zum Vergleich. Auf den ersten Blick sind fast alle kostenlos. Nur bei Stiftung Warentest sind 16 Euro fällig für Test.de, eine Anmeldung ist erforderlich. Aber dafür ist die Beratung neutral, die Tarife günstig, sagt Müller-Peters. Der Bund der Versicherten bietet außerdem mit dem Dienstleister NAFI die Plattform Insurancestation.de (nicht gewerblich) an. Von Provisionen leben die fünf gewerblichen Portale Autoversicherung.de, Geld.de, Check24, Ino24 sowie Transparo. Die Provisionen reichen von 45 bis zu 100 Euro und werden vom Kunden bezahlt, obwohl er sie nicht sieht.

Müller-Peters sagt dazu, dass jeder zweite Kunde keine Kenntnis davon hat, wie sich die Finanzierung von Vergleichsportalen vollzieht. Benutzerfreundlichkeit ist profitabel Pluspunkte: Sucht jemand per Internet einen für ihn besseren Autoversicherer, so möchte er nicht lange suchen müssen, um gute Vergleichsmöglichkeiten zu bekommen. Die Abfragen müssen anonym möglich sein. Bei den beteiligten Versicherern ist Transparenz wichtig. Kritik: Die 500 Tester fand den Datenhunger von Geld.de schlecht, ebenso die Gebührenforderung bei Test.de und bei manchen Anbieten die Benutzerführung. Positive Noten wurden an Marktführer Check24 sowie Transparo vergeben. Ebenso wurde die Angebotsbreite überschätzt. Nicht im Angebot ist die Allianz im Transparo-Angebot, HUK-Coburg einschließlich Direktanbieter HUK24 nicht bei Check 24. Müller-Peters sagt, dass die Transparenz bei Transparo, Autoversicherung.de und Chek24 vorbildlich sei.

Auf der Startseite können die Kunden erfahren, welche Versicherer am Vergleich teilnehmen. Besonders nutzerfreundliche Portale machen Punkte. Hervorstechend sind Check24, danach Transparo. Weiter berichtet Müller-Peters, dass der Auftritt vom Versicherer HUK24 am nutzerfreundlichsten ist, was die fehlende Auswahl für viele Tests kompensieren kann. Die Gebührenpolitik und der Umgang mit Daten liefern „Verärgerungspotenzial“. So kritisieren die meisten Tester bei Geld.de die umfangreiche Frageliste über persönliche Daten. Außerdem bestehen Zweifel an Datensicherheit und Seriosität. Geld.de, zur Unister-Holding gehörend, macht immer wieder Schlagzeilen wegen aggressiver Methoden. Die Kosten von Euro 16 wurden von den Probanden bei Test.de bemängelt, obwohl sie das beste Tarifangebot vorweisen kan.


Von: Stefan Lübker / autoversicherung-vergleichen-online.de
Veröffentlicht am: 16.10.2012 - 19:38 Uhr
Kategorie: Kfz Versicherungsrecht

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