Kfz Versicherungsrecht

Frauen und Männer sind in den Versicherungstarifen gleichzustellen ( Unisex-Tarife)


Viele Frauen zahlen ab 21. Dezember für ihre KFZ-Versicherung mehr als zuvor.  Das Verbraucherportal „la.net“ hat die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) veröffentlicht, dass bei den Tarifen der KFZ-Versicherung Frauen und Männer gleichzustellen sind (AZ: C-236/09, 1.3.2011). Damit sind die Versicherer in der Pflicht, entsprechend ihre Klauseln anzupassen.

Frauen waren bisher niedriger bei den Tarifen eingestuft als Männer. Der Grund waren weniger Unfälle bei den Frauen als bei den Männern. Männer sind laut Statistischem Bundesamt mit 61 % deutlich öfter Unfallbeteiligte als die weiblichen Kraftfahrerinnen. Als Unfallverursacher kommen Männer mit 57 % in Frage, auch öfter als Frauen. Allerdings wurde bei Frauen ab ihrem 55. Lebensjahr eine höhere Unfallrate als durchschnittlich registriert. Auch ist der Anteil weiblicher Unfallbeteiligter in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Schuld könnte das erhöhte Verkehrsaufkommen sein.

Mit dem Gerichtsurteil wurde der tariflichen Ungleichbehandlung von Mann und Frau endlich ein Riegel vorgeschoben. Frauen müssen somit künftig die höhere Unfallquote der Männer mittragen. Autofahrerinnen sind daher gut beraten, wenn sie einen neuen KFZ-Versicherungsvertrag abschließen möchten, dies noch vor dem Stichtag zu erledigen. Die bisherige Prämien-Regelung ist bis dahin noch gültig.  Bei männlichen Autofahrern gilt hingegen: Wird erst nach dem Stichtag ein Vertrag abgeschlossen, kann Geld bei den Prämien gespart werden. Allerdings ist von den Versicherern zu den genauen Tarifen noch nichts zu erfahren.


Von: Stefan Lübker / autoversicherung-vergleichen-online.de
Veröffentlicht am: 08.11.2012 - 19:29 Uhr
Kategorie: Kfz Versicherungsrecht

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