Kfz Versicherungsrecht

KFZ-Versicherung: Recht der Sonderkündigung


Beendet ist die Wechselphase für Kaskoversicherung und die KFZ-Haftpflicht. Mit Hilfe des sogenannten Sonderkündigungsrechts gibt es dennoch eine Möglichkeit, außerordentlich – außer der Reihe – seine KFZ-Versicherung zu kündigen. Auf die Fragen, wann das Recht auf Sonderkündigung gilt und was man dabei beachten muss, weist das aktuelle Vergleichsportal transparo hin.

Aus dem Vergleichsportal transparo lernt man Fakten zum Sonderkündigungsrecht in der Kraftfahrzeugversicherung kennen. Der 30. November ist der Stichtag für das Ende einer Kündigungsfrist zur KFZ-Versicherung. Aber auch nach diesem Datum können viele Autofahrer noch zu einem für sie günstigeren Anbieter wechseln. Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn vom Versicherer der Beitrag erhöht wird. Da dieses Jahr auf breiter Front die KFZ-Prämien ansteigen, können besonders viele Autofahrer den verspäteten Wechsel vollziehen. Johannes Hack, der Vorstandsvorsitzende der Aspect Online AG, Betreiber des Vergleichsportals transparo, sagt, dass dieses Jahr sehr viele Kraftfahrzeuge in teurere Klassentypen eingestuft werden. Diejenigen Versicherungskunden, die im nächsten Jahr mehr bezahlen sollen, könnten auch jetzt noch einen Vergleich der KFZ-Versicherung in Erwägung ziehen, um daraus das Sparpotenzial zu erkennen.

Die Fakten zum Sonderkündigungsrecht

  1. Einen Monat ab Rechnungseingang beim Kunden gilt das Sonderkündigungsrecht.
  2. Hat der Versicherer seinen Beitrag erhöht, muss der Kunde die Rechnung noch im November erhalten haben. Ist der Beitrag nicht erhöht, reicht die Zustellung auch im Dezember.
  3. Laut Versicherungsvertragsgesetz muss auf der Rechnung der Hinweis erscheinen, ob eine Sonderkündigung wegen der Beitragserhöhung gerechtfertigt ist.
  4. Wird vom Versicherer der Grundbeitrag erhöht, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt, der Kraftfahrer müsste bei gleichen Leistungen und konstantem Schadensfreiheitsrabatt den höheren Beitrag zahlen.
  5. Kündigen darf oft der Versicherte, obwohl sein persönlicher Beitrag sinkt. Im neuen Jahr erhalten viele Kunden einen für sie günstigeren Schadenfreiheitsrabatt. Aber sinkt der Beitrag nicht um denselben Prozentsatz, greift das Sonderkündigungsrecht.
  6. Ist der Versicherer an der teureren Prämie schuldlos, darf auch dann der Kunde kündigen. Das ist dann gültig, wenn der Preisanstieg durch die Einstufung in eine teurere Typ- oder Regionalklasse verursacht wurde.
  7. Sonderkündigungsrecht besteht auch dann, wenn nur ein Vertragsbestandteil (Kasko oder Haftpflicht) erhöht, der andere günstiger wird. Der Versicherer könnte theoretisch wegen eines erhöhten Kaskobeitrages eine Kündigung erschweren. Er brauchte nur diesen Vertragsbestandteil aufzulösen. Dann würde der Haftpflichtvertrag bestehen bleiben. Der Kunde könnte aber keinen separaten Kaskovertrag bei einem andern Anbieter eingehen. Im Allgemeinen wird von den Versicherern auf diese Tricks verzichtet.
  8. Sollten späte Versicherungswechsler zum 1. Januar des neuen Jahres noch keine neue Police erhalten haben, braucht sie das nicht zu beunruhigen. Vorab wird vom Versicherer eine Nachricht verschickt, dass der Vertrag angenommen worden ist. Damit besteht voller Versicherungsschutz.

Linktipp:

Mehr Informationen über das Thema Sonderkündigunsrecht finden Sie unter

www.directline.de/service/sonderkuendigungsrecht


Von: Stefan Lübker / autoversicherung-vergleichen-online.de
Veröffentlicht am: 17.12.2012 - 19:23 Uhr
Kategorie: Kfz Versicherungsrecht

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