Verkehrsrecht

Lasermessgeräte im Verkehrsrecht


deutscher polizist lasert © Picture-Factory / fotolia.com

Sollte sich in einem Bußgeldverfahren der Messbeamte an den Tag der Messung beziehungsweise den Vorgang selbst nicht mehr konkret erinnern können, sondern das „übliche“ Messverfahren mit eigenen Worten schildert, so könnte eine fehlende Fotodokumentation für den Delinquenten von Vorteil sein.

Kommen Lasermessgeräte wie z. B. Riegl FG21P oder LTI20/20 bei Geschwindigkeitsmessungen zum Einsatz, so ist der Vorwurf und dessen Nachweis lediglich von der Aussage des messenden Beamten, dessen Praxiserfahrungen und Qualifikation vor dem Strafrichter abhängig. Für den Richter völlig überzeugend, äußern sich zweifellos erfahrene Beamte zur Ordnungsmäßigkeit des Messvorgangs selbst. Das ist aber kein Automatismus.

Erfolgversprechend kann für den Betroffenen auch sein, wenn er sich zur Sache generell nicht einlässt. Damit bleibt zunächst erst mal offen, ob Fahrer und Betroffene identisch sind. Ohne Foto verspricht der Nachweis nur dann erfolgreich zu sein, wenn sich der Beamte des Messtrupps als Anzeigenerstatter noch genau an den Vorgang erinnert, d. h. über ein ausgezeichnetes Langzeitgedächtnis verfügt und Erinnerung und Akteninhalt schlüssig zu vereinen vermag.

Als Zeuge wird bei solchen Verfahren gewöhnlich nur der Messbeamte geladen. Im Folgetermin kann auch der Sachverständige zur Messung sowie der die Anzeige erstattete Beamte über die Fahrerpersönlichkeit befragt werden.

Somit treten immer wieder Situationen auf, die zu Schwierigkeiten zum Nachweis des Fahrers führen.


Von: Stefan Lübker / autoversicherung-vergleichen-online.de
Veröffentlicht am: 06.10.2015 - 19:42 Uhr
Kategorie: Verkehrsrecht

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